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FAQ - Frequently Asked Questions
Was ist Roséwein und warum ist er so besonders?
Rosé entsteht aus einer einfachen Idee: Die Schalen roter Trauben bleiben gerade lange genug mit dem Saft in Kontakt, um Farbe und Aromen abzugeben, jedoch nicht so lange, dass daraus ein Rotwein wird. Diese Kontaktzeit, auch Maischestandzeit genannt, dauert nur wenige Stunden bis maximal eine Nacht.
Das Ergebnis ist einzigartig: weder Rot- noch Weißwein. Rosé verbindet die Frische eines Weißweins mit der fruchtigen Struktur eines Rotweins. Seine Farbe reicht von einem zarten, fast kristallinen Rosa bis hin zu einem intensiveren Lachsrosa, abhängig von Region, Rebsorte und der “Handschrift” der Winzer:innen.
Gerade diese Eleganz im Gleichgewicht macht Rosé zum idealen Begleiter für einen Aperitif mit Freund:innen, ein langes Mittagessen auf der Terrasse oder einen Sommerabend unter freiem Himmel.
Rosés aus der Provence (Frankreich) und aus dem Valtènesi (Italien) zählen zu den bekanntesten und hochwertigsten Ausdrucksformen dieses Weinstyles. Beide tragen eine geschützte Ursprungsbezeichnung (g. U.), ein Garant für Qualität, Authentizität und ein über Generationen weitergegebenes Know-how.
Die europäische Kampagne „More Than Just a Color“ stellt genau diese außergewöhnlichen Weine in den Mittelpunkt.
Was bedeutet die geschützte Ursprungsbezeichnung (g. U.) und warum ist sie wichtig?
Die geschützte Ursprungsbezeichnung (g. U.; auf Französisch AOP, auf Englisch PDO) ist die strengste Qualitätszertifizierung der Europäischen Union. Sie garantiert rechtlich, dass der Wein in Ihrem Glas nach klar definierten Regeln produziert wurde, vom Weinberg bis zur Flasche.
Die g. U. garantiert:
- die geografische Herkunft der Trauben
- zugelassene Rebsorten
- geregelte Weinbereitungsmethoden
- regelmäßige Kontrollen durch unabhängige Stellen
Ein Rosé mit g. U. aus der Provence darf ausschließlich in der Provence produziert werden. Ein Valtènesi darf nur aus der Region rund um den Gardasee stammen.
Achten Sie auf dem Etikett auf den Hinweis „geschützte Ursprungsbezeichnung“ (oder „Denominazione di Origine Controllata“ / „g. U.“). Er dient als verlässlicher Orientierungspunkt bei der Auswahl unserer Weine.
Erfahren Sie mehr über die g.U. auf dieser Seite.
Was unterscheidet Rosés mit g. U. aus der Provence und dem Valtènesi?
Auf der einen Seite: das goldene Licht der Provence, duftende Garrigue-Landschaften und farbenfrohe Märkte.
Auf der anderen Seite: die schimmernden Reflexionen des Gardasees am Fuße der Alpen, terrassierte Weinberge und das milde Klima Norditaliens.
Die Provence gilt heute weltweit als Referenz für hochwertigen Roséwein. Ihre drei geschützten Ursprungsbezeichnungen, Côtes de Provence, Coteaux d’Aix-en-Provence und Coteaux Varois en Provence, produzieren fast 45 % aller französischen Rosés mit g. U.
Ihre Handschrift: eine helle, elegante Farbe, aromatische Frische und große Finesse am Gaumen.
Südlich des Gardasees in der Lombardei profitiert auch das Valtènesi von einem außergewöhnlichen Terroir. Geprägt von alpiner Milde, Seebrisen und großzügiger Sonneneinstrahlung entstehen hier Rosés mit unverwechselbarem Charakter.
Im Mittelpunkt steht die regionale Rebsorte Groppello. Sie verleiht den Weinen Noten von Zitrusfrüchten und Blüten, eine feine Mineralität und eine elegante Spannung am Gaumen.
Zwei Terroirs, zwei Identitäten, und eine gemeinsame Lebensart rund um Rosé.
Erfahren Sie mehr über unsere Regionen auf dieser Seite.
Welche Rebsorten werden für diese Rosés verwendet?
In der Provence ist die Assemblage eine Tradition, die auf jahrhundertelangem Know-how basiert. Grenache, Cinsault und Syrah bilden das Rückgrat der Weine und werden häufig durch Mourvèdre, Tibouren oder Carignan ergänzt.
Gerade diese Vielfalt verleiht den provenzalischen Rosés ihre verführerische aromatische Komplexität.
Im Valtènesi spielt Groppello die Hauptrolle. Diese lokale Rebsorte existiert nahezu ausschließlich in dieser Region.
Zusammen mit Marzemino, Sangiovese oder Barbera entstehen Rosés mit einer charakteristischen Mineralität, zugleich frisch und strukturiert.
Wie entsteht ein hochwertiger Rosé?
Die Herstellung eines großen Rosés ist eine Frage der Balance: Farbe, Aromen und Struktur müssen präzise extrahiert werden, nicht zu viel und nicht zu wenig.
Zwei Methoden werden dabei verwendet:
Direktpressung
Die Trauben werden direkt nach der Ernte gepresst, ohne Maischestandzeit. Der Saft nimmt dabei auf natürliche Weise eine leichte Roséfärbung an. Diese Methode dominiert in der Provence und ergibt besonders helle, elegante und feine Weine.
Kurze Maischestandzeit
Der Saft bleibt einige Stunden mit den Beerenschalen in Kontakt, um mehr Farbe, Aromen und Struktur zu entwickeln. Die daraus entstehenden Rosés sind ausdrucksstärker, intensiver und besonders gut als Speisenbegleiter geeignet. In beiden Regionen sind Rosés mit g. U. ausschließlich trockene Weine.
Wie genießt man einen Rosé mit g. U. richtig?
Ein guter Rosé verdient ein wenig Aufmerksamkeit, man muss jedoch kein Experte sein, um ihn voll zu genießen.
Temperatur
Ideal sind 8 bis 12 °C. Nehmen Sie den Wein etwa 10 bis 15 Minuten vor dem Servieren aus dem Kühlschrank. Ist er zu kalt, verschließen sich die Aromen. Ist er zu warm, verliert er seine Frische.
Das Glas
Am besten eignet sich ein mittelgroßes, leicht geöffnetes Glas, ähnlich einem Weißweinglas. So können sich die Aromen entfalten, während der Wein angenehm kühl bleibt.
Lagerung
Gut verschlossen und gekühlt hält sich geöffneter Rosé 3 bis 5 Tage. Ungeöffnet genießt man die meisten Rosés idealerweise innerhalb von 1 bis 2 Jahren nach dem Jahrgang, um ihre Frische optimal zu erleben. Einige lagerfähige Cuvées können sich jedoch auch über 3 bis 4 Jahre hinweg wunderbar entwickeln.
Welche Speisen passen gut zu einem Rosé mit g. U.?
Rosé zählt wahrscheinlich zu den vielseitigsten Weinen überhaupt. Stellen Sie sich eine sonnige Terrasse mit einer Charcuterie-Platte und Oliven vor, oder ein elegantes Abendessen mit gegrillter Dorade und Burrata-Salat. In beiden Fällen passt ein Rosé mit g. U. perfekt dazu.
Besonders gut harmoniert er mit:
- frischen Salaten und leichten Vorspeisen
- Fisch und Meeresfrüchten
- mediterranen Spezialitäten wie Tapenade, Mezze oder Antipasti
- hellem Fleisch und Geflügel
- sommerlichen Pasta- und Risotto-Gerichten
- leicht süßen Desserts
Rosés aus der Provence und dem Valtènesi passen dank ihrer unterschiedlichen Aromaprofile sowohl zu einem entspannten Barbecue als auch zu einem gastronomischen Dinner. Der gemeinsame Nenner: geteilter Genuss.
Entdecken Sie passende Genusskombinationen auf dieser Seite.
Welche Umweltverpflichtungen stehen hinter diesen Weinen?
Wenn Sie eine Flasche Rosé mit g. U. öffnen, halten Sie weit mehr als nur Wein in den Händen. Sie erleben das Ergebnis einer Arbeit, die Land, Menschen und Zukunft respektiert.
Hinter jeder Flasche mit g. U. steht ein starkes Engagement für die Natur und kommende Generationen. Sowohl in der Provence als auch im Valtènesi setzen Produzent:innen zunehmend auf verantwortungsvollen Weinbau:
- Reduzierung chemischer Eingriffe
- Bodenbearbeitung von Hand oder mit tierischer Unterstützung
- biologische und nachhaltige Zertifizierungen
- Einsparung von Wasser und Energie im Keller
Die geschützte Ursprungsbezeichnung selbst fördert durch kontrollierte Erträge und geregelte Produktionsmethoden einen qualitativen statt quantitativen Ansatz, im Einklang mit Böden, Ökosystemen und dem kulturellen Erbe des Weinbaus.
Wer sich für einen Rosé mit g. U. entscheidet, unterstützt gleichzeitig Regionen, die ihre Weinberge in gutem Zustand an kommende Generationen weitergeben möchten.
Wo kann man Rosé mit g. U. aus der Provence oder dem Valtènesi kaufen?
Rosés mit g. U. sind bei Weinhändler:innen, im Einzelhandel, online oder direkt bei den Produzent:innen erhältlich. Für den ersten Kauf oder besondere Anlässe empfiehlt sich besonders der Fachhandel. Dort erhalten Sie Beratung passend zu Ihrem Geschmack und Anlass, und entdecken vielleicht sogar eine besondere, weniger bekannte Cuvée.
Achten Sie auf dem Etikett auf den Hinweis „geschützte Ursprungsbezeichnung“ (oder „Denominazione di Origine Controllata“).
Rosés aus Frankreich und Italien